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Was machen drei bekannte, zeitgenössische Schriftsteller:innen 2021 auf der Wartburg und was hat das mit Luthers Bibelübersetzung zu tun?

Storytime: Auf dem Rückweg vom Reichstag in Worms wurde Martin Luther „entführt“ und als „Junker Jörg“ auf der Wartburg versteckt. Dort übersetzte er in seiner Studierstube hoch über Eisenach im Winter 1521/1522 innerhalb weniger Wochen das Neue Testament ins Deutsche.

Das ist 500 Jahre her und seitdem hat keine andere Übersetzung die deutsche Sprache und Literatur so geprägt wie die Lutherbibel. Die Lutherbibel ist sprachlich ausgesprochen gelungen.

2021 wagen drei Schriftsteller:innen ein Experiment: Nacheinander ziehen die Eichendorff Preisträgerin Iris Wolff, der Heinrich-Mann-Preisträger Uwe Kolbe und der Adelbert-von-Chamisso-Preisträger Senthuran Varatharajah für vier Wochen auf die Wartburg. Sie bekommen wie Luther eine Schreibstube mit Aussicht und dann setzen sie sich mit Luthers Übersetzung auseinander und schreiben selbst.

Ihren Weg, ihre Erfahrungen und die Herausforderungen begleiten wir für euch auf Social Media. Abseits vom täglichen Schreibprozess und innerem Dialog mit Luthers Bibel, wird unsere „Luther-Korrespondentin“ Julia Braband über das Wartburg-Experiment berichten und mit den Schriftsteller:innen über ihre Motivation, sich auch 500 Jahre nach Luther mit der Bibel zu beschäftigen, sprechen.

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Unsere Schriftsteller:innen auf der Wartburg

Als Erster der drei Schriftsteller:innen residierte Uwe Kolbe vom 07. September bis zum 04. Oktober 2021 auf der Wartburg, um sich mit Luthers Bibelübersetzung auseinanderzusetzen.
Jeden Tag hat er ein „Fundstück“ fotografiert und damit einen kleinen Einblick in seinem Tag und seine Zeit auf der Wartburg gegeben


Als Zweiter folgte Senthuran Varatharajah vom 03. Oktober bis 01. November 2021 beim Wartburg-Experiment.
Seine stille Zeit war geprägt von der Überwältigung des Himmels.


Iris Wolff verbrachte vom 30. Oktober bis 25. November 2021 ihre Präsenzzeit auf der Wartburg.
Ihrer Zeit hat Sie täglich mit einem Bild und einem Satz oder Wort aus der Bibel dokumentiert.


Mit vor Ort

Julia Braband

„Wenn drei Schriftsteller:innen sich auf das Experiment einlassen, Luther nachzufühlen, die Bibel in der Hand zu halten und Zwiesprache mit den Texten zu führen, dann kann das nur ein spannendes Unterfangen werden. Wir wollen Sie über die sozialen Netzwerke an dem spannenden Projekt teilhaben lassen – seien Sie gespannt!“

Julia Braband ist 1993 geboren, Krankenschwester und Theologin. Seit 2010 engagierte sie sich ehrenamtlich in der Evangelischen Jugend der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und war dort unter anderem Vorstandsvorsitzende des Landesjugendkonventes. Zudem war sie als Jugendsynodale im Präsidium der Landessynode. Sie ist Mitglied im Rat des Lutherischen Weltbunds und absolviert ab Herbst ihr Vikariat in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Letzter Autorenwechsel beim Wartburg-Experiment

Iris Wolff löst Senthuran Varatharajah nach Auftakt-Lesung ab. Am späten Abend des Reformationstags vollzog sich der zweite Autorenwechsel im Rahmen des Wartburg-Experiments. Die Autorin Iris Wolff löste ihren Kollegen Senthuran Varatharajah ab, der in den letzten vier Wochen auf der Wartburg residiert hatte.

Literaturgottesdienst im Palas der Wartburg

Im Rahmen der Gottesdienstreihe „LebeWorte – Prominente und ihre Bibelverse“ haben die Schriftsteller:innen gemeinsam mit dem Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland Johann Hinrich Claussen, dem Superintendenten des Kirchenkreises Ralf Peter Fuchs und der Kantorin Anna Fuchs-Mertens einen literarischen Gottesdienst unter dem Titel „Mit Menschen- und Engelszungen“ gestaltet.

Der Gottesdienst wurde auch als Livestream im Internet übertragen: www.evangelisch.de/literaturgottesdienst


Das Wartburg-Experiment wird realisiert von der Internationalen Martin Luther Stiftung und der Deutschen Bibelgesellschaft in Medienpartnerschaft mit dem Gemeinschaftswerk Evangelische Publizistik. Das Wartburg-Experiment wird gefördert durch Mittel des Landes Thüringen.